“Since you were born, what has your body done for you? Since you were born, what have you done for your body?”

Hier eine kleine Geschichte, die ich eigentlich in fast jedem meiner Seminare erzähle.

“Der menschliche Körper hat sich über Millionen von Jahren dahin entwickelt, wie er heute aussieht. Eigentlich müssten wir Männer in der kalten Höhle aufstehen, uns erst mal die Keule schnappen und ein paar Tage auf die Jagd gehen um etwas zu essen zu bekommen. Auf dieser Jagt müssten wir rennen, springen, klettern, sprinten, kämpfen, ja sogar um unser Leben kämpfen usw.

Die Frauen müssten 20 – 30 km am Tag Gehen um zu sammeln.”

Dazu ist der menschliche Körper eigentlich fähig. Der menschliche Körper lebt zum großen Teil von der Bewegung.

Jeder hat schon gehört, dass wir einen Bewegungsapparat haben. Keinen Ruheapparat!

Wenn ich nur an die Geschichten zurückdenke, die mir meine Oma (Stuttgarterin) erzählt hat. Wie viele km sie am Tag laufen musste, um überhaupt irgendwo hinzukommen. Wollte sie z.B. zum Sport, war sie schon 1-2 Stunden auf den Beinen um überhaupt dort hinzukommen. Dann ging der Sport erst los und danach den gleichen Weg zurück nach Hause. Wahnsinn, gell!

Fragt mal eure Eltern, wie lange sie für den Weg zur Schule gebraucht haben. (Na wenigstens die Eltern von meiner Generation…)

So, und meine Oma ist gerade mal zwei Generationen von mir entfernt.

Das alltägliche Bewegungsmuster und die „Grundaktivität“ haben sich in den letzten, sagen wir mal 100 Jahren, EXTREM verändert. So richtig ging´s los mit der Erfindung vom Auto, bis dann irgendwann mal der Computer kam.

Warum also jetzt die zwei Herzen in meiner Brust?

Das eine Herz sagt: “Jeder Schritt Bewegung ist absolut wichtig. Jedes Mal die Treppe anstatt den Fahrstuhl nehmen. Mal eine U-Bahn Station früher aussteigen und den Rest zu Fuß gehen. Zum Telefonieren aufstehen, mal das Fahrrad nehmen, usw.

Sich dieses Verhalten in unserem Alltag anzugewöhnen ist absolut wichtig! Keine Frage!

Das andere Herz ist jedoch das “Trainer-Herz”. Dieses Herz hat die Geschichte im Hinterkopf, dass unser Körper jeden Tag rennen, klettern, springen, wandern usw. müsste, damit es ihm gut geht.

Wenn ich also gefragt werde, ob 2 oder 3 Stunden Sport (Anmerkung: und dann wahrscheinlich auch noch an irgendwelchen Kraftmaschinen die nichts mit reellen Bewegungsmustern gemeinsam haben und man in der Regel schon wieder sitzt…) pro Woche gut sind, sagt das erste Herz: “SUUUUPER, weiter so!”

Das zweite Herz sagt jedoch: „Das ist viel zu wenig!“

Das zweite Herz weiß nämlich, dass eine Woche 168 Stunden (inklusive Schlafzeit) hat. Wie in aller Welt willst Du mit 3 Stunden Sport pro Woche 165 Stunden Inaktivität kompensieren?!

Du musst kein Sportwissenschaftler oder Mediziner sein um zu erkennen, dass man mit unserem heutigen alltäglichen Bewegungsmuster mal an Krankheiten schon fast erkranken muss, die mit Bewegungsmangel einhergehen.

Dieser Artikel soll Dich ganz bestimmt nicht demotivieren. Er soll Dich nur wachrütteln um zu zeigen, wie viel Potential in Deinem Körper steckt, dass nur rausgelassen werden will und muss!

Vor allem muss das für unsere Kinder klar werden, die in der heutigen Zeit aufwachsen und nicht solche Geschichten von ihren Omas und Opas hören. Es liegt nur an uns, in unserer Rolle als Vorbild, den Kindern zu zeigen, dass eine ordentliche Portion Bewegung zum Leben dazu gehört, bzw. dazu gehören MUSS!

Uns muss einfach nur klar sein, dass wir dadurch, dass wir uns nicht mehr Bewegen dem Körper etwas ganz wichtiges wegnehmen, dass er für seine Gesunderhaltung braucht.

Fang an Dich zu Bewegen. Dein Körper wird es Dir danken.

Hier noch ein tolles Zitat aus der ZEN Philosophie:

“Since you were born, what has your body done for you?

Since you were born, what have you done for your body?

Und noch eins von Jim Rohn

“Take care of your body. It´s the only place you have to live”

In Stuttgart gab es diesen Sommer (2011) eine Aktion für mehr Gehwege für die Bürger. Dort habe ich einen Text aufgeschnappt, den ich mal versuchen will wiederzugeben.

„Eines der ersten Dinge, die ein kleines Baby lernen will, ist das Gehen. Das wichtigste für einen alten Menschen ist es, sich so lange wie möglich bewegen zu können.“

Das hat mich natürlich weiterdenken lassen. Wenn “sich Bewegen und Laufen können” also so eine hohe Wertigkeit für uns Menschen hat. Warum tun wir es dann so wenig in der Zeit zwischen Baby- und Seniorenalter?!?

… es ist Zeit für Sport!
SportCodex – The Next Generation Of Fitness

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