SportCodex Trainingsphilosophie

FitnessStudio war gestern!

Der Alltag und der Sport spielen sich immer in komplexen Bewegungen ab. Es gibt dort nie die Situation, dass ein einzelner Muskel eine Gesamtbewegung ausführt. Betrachtet man jedoch das heutige Training in den Fitnessstudios, wird an den verschiedenen Kraftmaschinen dort aber genauso trainiert.

Beispiel

Es gibt im Sport und Alltag keine Situation, wo man gemütlich auf einem Polster sitzt, seine Brust gegen ein weiteres Polster angelegt ist und man ein Gewicht zu sich herzieht oder wegdrückt. Trainiert man so, werden dem Körper dadurch falsche Bewegungsprogramme antrainiert! Bewegungsprogramme, die nicht darauf vorbereitet sind, weitere Muskeln (z.B. Gelenks- und Rumpfstabilisatoren) zu aktivieren, die für unsere komplexen Bewegungen im Sport und Alltag aber absolut notwendig sind.

Berücksichtigt man beim Training nur Muskeln, vergisst man Bewegungen. Berücksichtigt man beim Training Bewegungen, wird man nie die Muskeln vergessen!

Gedankenantoß

Warum schafft es jeder Anfänger auf der Beinpresse (Krafttrainingsmaschine) eine Kniebeuge auszuführen, die meisten Anfänger (und auch Fortgeschrittene) aber keine korrekte Kniebeuge nur mit dem eigenen Körpergewicht? Auf der Beinpresse wird die Bewegung geführt. Der Körper muss sich somit nicht darum kümmern, die für diese Bewegung wichtige stabilisierende Muskeln zu aktivieren.

Und jetzt nochmal die Frage:

Wie oft gibt es im Sport und Alltag die Situation, dass man auf einer Beinpresse sitzt und sich bewegt?
Wie oft führt man jedoch die Bewegung einer Kniebeuge im Alltag aus?!
(Absetzen auf einen Stuhl, Absetzen auf die Toilette, Aufheben von Gegenständen, Abspringen etc.)

Im SportCodex Trainingssystem wird unter anderem der Rumpf mit einem Baumstamm verglichen, die Arme und die Beine mit den Ästen. Wenn die Äste im Wind wehen (Bewegungen ausführen) muss der Baumstamm immer in der Lage sein, die Wirbelsäule in ihrer bestmöglichen Position zu stabilisieren. Diese stabilisierende Muskulatur (nicht nur im Rumpf, sondern natürlich im gesamten Körper) muss vom Zentralrechner (Gehirn) angesteuert werden können und sie im richtigen Moment automatisch einschalten. Nur so kann im Sport und Alltag die Leistung gesteigert und vor Verletzungen geschützt werden.

Anmerkung

Im Prinzip kann so ein Training mit einer Softwareprogrammierung verglichen werden. Wir versuchen die durch falsches Training geschrieben Programmierzeilen zu finden und dann wieder durch unser Training umzuprogrammieren. In den herkömmlichen Trainingsprogrammen wird das Beweglichkeitstraining (Stretching, Bindegewebsmassage) total vernachlässigt, das Mobilitätstraining (für die Gelenke) existiert erst gar nicht. Wird beides nicht berücksichtigt, wird der Körper immer wieder durch die nicht ausreichende Beweglichkeit in der Muskulatur und in den Gelenken langfristige Schäden hervorrufen. Dies geschieht durch Kompensationsbewegungen anderer Gelenke und Muskeln.

Noch ein Beispiel

Ist die Hüftmuskulatur und das Hüftgelenk nicht beweglich und mobil genug, wird die Lendenwirbelsäule oder auch das Kniegelenk diese unzureichende Beweglichkeit und Mobilität ausgleichen. Dadurch ist die Gefahr groß, dass Knie-, Hüftgelenk, sowie die Lendenwirbelsäule beschädigt werden. Dieses Beispiel kann man auf den ganzen Körper übertragen. Im SportCodex Trainingssystem werden der Beweglichkeit und Mobilität größte Beachtung geschenkt. In jedem einzelnen Training werden hierfür spezielle Übungen durchgeführt. Dies hat den Grund, dass sowohl präventiv (Verletzungen vorbeugen), als auch rehabilitativ (Verletzungen therapieren) gearbeitet wird. Eine Verbesserung der Mobilität in den Gelenken heißt auch eine Verbesserung in der natürlichen Bewegungsamplitude.

Warum wird es vernachlässigt?!

Beweglichkeitstraining (Stretching, Bindegewebsmassage) und Mobilitätstraining werden unter anderem auch dadurch vernachlässigt, weil es erstens wenig „Spaß“ macht. Zweitens wurde es bislang in der Sportwissenschaft nicht zu 100% bewiesen, dass es für den Sportler von Vorteil ist.

Hier etwas zum Nachdenken

Nochmal, es ist also nicht wirklich bewiesen, dass Beweglichkeits- und Mobilisationstraining zum Vorteil eines Sportlers oder Patienten ist. Jedoch eine der ersten Maßnahmen, die ein Physiotherapeut oder ein Osteophat bei vielen Beschwerden in der Rehabilitation anwendet, sind Beweglichkeit- und Mobilitätsübungen! Wer wurde noch nicht in der Physiotherapie in alle möglichen Positionen gezogen um einen “Stretching-Effekt” zu bekommen? Ist das nicht schon Grund genug diese Maßnahmen gleich präventiv im Trainingsplan zu integrieren, um diese Defizite erst gar nicht aufkommen zu lassen?!

We train you for life!
Welcome to The Next Generation Of Fitness!